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Maikader-Wochenende 2026 – Technik, Persönlichkeit und eine Menge gute Laune

28. April 2026 | Sport-News

Am 25. und 26. April 2026 traf sich der Lateinkader des TSH im VfL Pinneberg zum intensiven Trainingswochenende und das Programm hatte es in sich. Unter der Leitung von Kai Eggers, Anna Mechelke-Kravtchenko und Michelle Abildtrup wurde geschwitzt, gelacht und vor allem: getanzt.

Samstag 25.04.

Der Samstag begann direkt fokussiert: Die Gruppen wurden aufgeteilt, wobei der LK1 bei Kai und der LK2 bei Michelle trainierte. Kai stieg mit dem LK1 ohne Umwege tief in die Technik ein. Im Mittelpunkt stand die Gewichtsverlagerung über den Fuß oder, wie es so anschaulich formuliert wurde, das „Fahren“. Das Fahren ist ein zentrales Element der Bewegung im Tanzen. Gerade im ChaChaCha wurde deutlich, dass nicht die sichtbaren Schritte die eigentliche Dynamik erzeugen, sondern das präzise Verlagern des Gewichts. Wer hier sauber arbeitet, bewegt sich nicht nur sondern baut Spannung für den nächsten Schritt auf.

Parallel dazu setzte Michelle bei LK2 einen ganz anderen, aber nicht weniger wichtigen Schwerpunkt: Persönlichkeit und sicheres Auftreten. In der Rumba ging es um Drehungen: wann initiiert der Oberkörper die Bewegung, wann der Unterkörper? Dieses Verständnis wurde nicht nur theoretisch erarbeitet, sondern direkt in einer kleinen Übungsfolge umgesetzt. In Kleingruppen wurde diese weiterentwickelt, wobei besonders die Arme und Präsentation in den Fokus rückten. Das Ergebnis: viele individuelle Interpretationen. Nach einer kurzen Pause wechselten die Gruppen

Michelle arbeitete nun mit LK1 weiter an der Rumba, diesmal mit einer Übungschoreografie, die gezielt darauf ausgelegt war, die Hüfttechnik so einzusetzen, dass die Gewichtsverlagerung über den Fuß maximal genutzt wird. Es ging darum, die Bewegung nicht nur auszuführen, sondern auszureizen. Im Anschluss wurde es lebendiger: Improvisation mit Partnertausch. Eine Übung, die nicht nur Technik fordert, sondern auch Anpassungsfähigkeit, Ausstrahlung und eine gewisse Lockerheit.

Kai nahm sich währenddessen den LK2 vor und widmete sich einem Thema, das oft unterschätzt wird, aber alles beeinflusst: Haltung. Schritt für Schritt wurde der Körper durchgegangen, von den Knien über die Hüfte, die Lendenwirbelsäule, den Brustbereich bis hin zu Schultern und Kopf. Schnell wurde klar, dass „gerade stehen“ eine ziemlich komplexe Angelegenheit sein kann. In einer anschließenden ChaChaCha-Mini-Choreografie wurde versucht, diese neu gewonnene Körperkontrolle mit dem Prinzip des „Fahrens“ zu verbinden.

Open Practice Night

Der Abend brachte schließlich ein echtes Highlight: die Open Practice Night. Auch Paare von außerhalb des Landeskaders waren dabei, was sofort für eine besondere Atmosphäre sorgte. Das Format war abwechslungsreich und fordernd zugleich. Zunächst wurde in vier Heats getanzt, erst die Herren solo, dann die Damen, bevor die Paare in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Danach folgte eine klassische Paarrunde, ebenfalls in zwei Heats. Den Höhepunkt bildete eine Wettbewerbsrunde, bei der jeweils zwei Paare direkt gegeneinander antraten. Zum Abschluss sorgten eine kreative Improvisationsperformance von Michel und Michael sowie ein von Michelle angeleitetes Spiel für einen gelungenen Ausklang. Dabei entstand nach und nach eine gemeinsame „Skulptur“ aus allen Tänzern.

Die fertige „Skulptur“ aus Tänzern

Sonntag 26.04.

Am Sonntag ging es trotz der intensiven Belastung vom Vortag konzentriert weiter. Anna arbeitete mit dem LK1 zunächst an den Grundlagen der Rumba. Rumba Walks wurden verfeinert, die Hüftbewegung bei den Cucarachas analysiert und in einer Endrunde direkt angewendet. Anschließend wechselte der Fokus zur Samba, wo eine Übungsfolge nicht nur technisch sauber, sondern vor allem mit eigener Persönlichkeit getanzt werden sollte.

Michelle setzte bei LK2 erneut auf das Thema Persönlichkeit, diesmal noch intensiver. Nach einem Warm-up wurden gezielt Übungen durchgeführt, um verschiedene Emotionen tänzerisch darzustellen. Jeder wählte eine Stelle aus der eigenen Choreografie und versuchte, eine klare Intention zu vermitteln. Besonders spannend wurde es in der anschließenden Feedbackrunde: Die Gruppe beschrieb jeweils den Eindruck, den eine Person beim Tanzen vermittelt. Danach kam die Herausforderung, genau das Gegenteil darstellen. Wer bisher eher zurückhaltend wirkte, sollte plötzlich offen und strahlend auftreten. Wer dominant tanzte, musste sich bewusst zurücknehmen. Eine Übung, die nicht nur für viele Lacher sorgte, sondern auch für echte Entwicklung.

In der zweiten Tageshälfte griff Michelle diese Ansätze mit der LK1 erneut auf und kombinierte sie mit technischer Arbeit in der Rumba. Der Fokus lag auf Drehungen und darauf, wie diese durch präzise Fußarbeit entstehen, ohne dabei die Orientierung im Raum zu verlieren. Auch hier wurde das Spiel mit der Persönlichkeit eingebaut.

Anna arbeitete parallel mit der LK2 weiter an den Rumba-Grundlagen, erweiterte den Fokus um Backward Walks sowie die Technik bei Cucarachas und Time Steps und ließ das Ganze in einer Endrunde zusammenlaufen. Zum Abschluss wurde es noch einmal schneller: Im Jive ging es um den richtigen Bounce im Standfuß, der in einer Solo-Übungsfolge gefestigt wurde.

Damit gingen zwei intensive Trainingstage zuende. Ein großes Dankeschön gilt den Trainern Kai Eggers, Anna Mechelke-Kravtchenko und Michelle Abildtrup, die mit viel Engagement, Geduld und einem guten Blick fürs Detail durch das Wochenende geführt haben.

Abschließend gehen die besten Wünsche an den Bundestrainer Timo Kulczak, der dieses Mal leider nicht dabei sein konnte. Wir wünschen eine schnelle und gute Besserung und hoffen, ihn beim nächsten Mal wieder zu sehen.

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