30 Grad im Schatten, Temperaturen, bei denen man eher an Freibad, Strand oder das nächste WM-Spiel denkt. Ganz Norddeutschland kam an diesem Wochenende ins Schwitzen, ganz besonders jedoch der Landeskader des TSH. Vom 19. bis 21. Juni fand im Sport- und Bildungszentrum Malente der erste Latein-Powerkader des Jahres 2026 statt. Mehr als 40 Tänzerinnen und Tänzer, zwei Säle und zwei Trainer, bewaffnet mit Wasserpistolen, trotzten den sommerlichen Temperaturen und nutzten das Wochenende für intensives Training.
Wie immer begann der Powerkader mit der Anreise am Freitagnachmittag und dem gemeinsamen Abendessen. Gut gestärkt starteten die Paare anschließend in die erste Trainingseinheit, diesmal mit einem besonderen Warm-up: Zumba. Direkt danach übernahmen Timo Kulczak und Anna Mechelke-Kravtchenko das zweite Aufwärmprogramm. Auf dem Plan standen Rumba-Gehschritte vorwärts und rückwärts sowie Samba Whisks. Darauf aufbauend folgte die erste Lesson zum „Fahren“ über den Fuß, also der korrekten Gewichtsverlagerung im Lateintanz. Nach einer abschließenden Endrunde war es Zeit für den wohlverdienten Tagesabschluss, die ersehnte Dusche.
Der Samstag begann bereits um 9 Uhr, erneut mit drei Zumba-Tänzen zum Wachwerden. Anschließend wurden LK1 und LK2 getrennt. Bei Anna arbeitete der LK1 im Cha-Cha an den Inhalten des Vortages, während der LK2 diese anhand einer Rumba-Übungsfolge vertiefte. Timo widmete sich unterdessen seinem Lieblingsthema und gründete kurzerhand eine neue Partei: die BSB-Partei – Bild, Stempel, Blitz. Die Paare sollten in ihrer Rumba-Folge markante „Bilder“ finden und diese möglichst groß aufbauen. Obwohl die Rumba der langsamste der Lateintänze ist, floss dabei reichlich Schweiß.
Nach dem Mittagessen wurden die Themen weitergeführt. Beim „Stempel“ galt es, die zuvor gefundenen Bilder möglichst lange auszutanzen, natürlich weiterhin mit Fokus auf das Fahren über den Fuß. Während der LK2 bei Anna fleißig an den Rumba-Gehschritten arbeitete, bekam der LK1 eine Jive-Solo-Folge vermittelt.
Um 16 Uhr endete das reguläre Training, denn es stand die Open Practice auf dem Programm. Dafür erhielten die TSH-Paare Unterstützung von einem weiteren Paar sowie vier Solo-Tänzerinnen aus der Kinder- und Jugendklasse, die den Weg nach Malente auf sich genommen hatten. In mehreren Endrunden, Einzel-Shows und Battles konnten alle zeigen, was sie an diesem Wochenende gelernt hatten.

Nach dem Abendessen folgte eine weitere Trainingseinheit, bevor sich alle Interessierten zum Public Viewing des Deutschland-Spiels versammelten und den Tag gemeinsam ausklingen ließen.
Der Sonntag begann wieder mit Zumba. Anschließend vervollständigte Timo seine Partei mit dem „Blitz“, einem schnellen Akzent direkt nach Bild und Stempel. Geübt wurde unter anderem anhand der American-Spin-Drehung im Jive. Bei Anna standen die Promenade Runs in der Samba im Mittelpunkt.
Nach dem Mittagessen folgte eine besondere Einheit mit TSH-Sportwart Jes Christophersen. In einer Theoriesession durften die Paare selbst in die Rolle des Wertungsgerichts schlüpfen und anhand einer Turnieraufzeichnung werten. So wurde verdeutlicht, wie schwierig es ist, in einem Feld voller Paare die Aufmerksamkeit der Wertungsrichter auf sich zu ziehen.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Stunde bei Anna und Timo, in der alle Inhalte noch einmal wiederholt und ein letztes Mal Endrunden getanzt wurden. Verschwitzt, erschöpft, aber glücklich traten die Paare anschließend die Heimreise an.
Der nächste Powerkader findet im Oktober statt. Ein großer Dank gilt den beiden Trainern Timo Kulczak und Anna Mechelke-Kravtchenko, die dieses Wochenende mit ihrem Engagement und ihrer Energie zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben. Der Lateinkader freut sich schon jetzt auf das nächste gemeinsame Training.
